Archive for the ‘Online Schaukasten’ Category

Erde gut, alles gut

„Garantiert ohne Torf“, „mit Ton“, „Komposterde“, „reiner Rindenhumus“ – so und anders lauten die Aufschriften auf Erde- und Substratsäcken im Handel. Die Verwirrung ist damit perfekt. Es gibt aber einige Faustregeln, welches Substrat für welche Pflanzen geeignet ist.

garden-786105_640

» Einheitserden und Torfkultursubstrate werden im Erwerbs- und Freizeitgartenbau als industriell gefertigte Erden zur Kultur von Pflanzen in Töpfen und Kübeln verwendet. Sie sind standardisiert, frei von Schädlingen und Krankheiten und oft leichter als „gewachsene Böden“.

» Standardmischungen wie „Balkonblumenerde“ oder „Geranienerde“ eignen sich für fast alle Kulturen auf Balkon und Terrasse, die alljährlich erneuert werden. Sie sind mit Torf, Torfersatzstoffen – zum Beispiel Kokosfasern oder Granulat aus gemahlenen Kakaoschalen –, Kompost, Tonmineralen und anderen Zuschlagstoffen wie Urgesteinsmehl, Ziegelsplitt oder Holzkohle versetzt.

» Kultursubstrate sind in der Regel aufgedüngt, so dass die Pflanzen für einige Zeit ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden. Der geringe Wurzelraum, der Pflanzen in Gefäßen zur Verfügung steht, macht jedoch eine zusätzliche Nährstoffversorgung spätestens nach sechs Wochen erforderlich. Hier kommen entweder einmal verabreichte Langzeitdünger oder regelmäßige Flüssigdüngergaben in Frage.

» Gehölze, die in Kübeln kultiviert werden sollen, fühlen sich in gewöhnlicher Blumenerde nicht sehr wohl. Sie benötigen eine Mischung aus herkömmlicher Gartenerde, gesiebtem Kompost, etwas Ton sowie Sand, um eine gute Wasserführung zu gewährleisten.

» Spezialerden kommen – wie der Name bereits verrät – bei Kulturen mit besonderen Ansprüchen zum Einsatz. Moorbeet- oder Rhododendronerden sind zum Beispiel für viele Pflanzen ungeeignet. Azaleen, Rhododendren, Kamelien oder Heidelbeeren wachsen in diesen sauren Substraten jedoch besonders gut.

Hier gibt es die Möglichkeit den Beitrag „Bauen im Kleingarten“ als pdf-Datei zu downloaden, dazu nur auf den folgenden Link klicken: Erde gut alles gut

 

Bauen im Kleingarten

Heute beginnen wir mit dem ersten Beitrag für unseren Online Schaukasten.
Mit diesem Online Schaukasten informieren wir Euch über Gartenthemen aus den verschiedensten Bereichen.

Beginnen werden wir mit dem Thema „Bauen im Kleingarten“. Gerade zum Saisonstart wird in vielen Parzellen gebaut und gewerkelt. Was dabei zu beachten ist, erfahrt Ihr hier.

Bauen macht Spaß. Es locken Gewächshaus, Gerätekiste, Kinderspielhaus, aufblasbarer Swimmingpool oder Umbauten an der Laube. Fordert der Vereinsvorsitzende den Rückbau solcher Maßnahmen, gibt es großes Zähneknirschen, da Geld und Arbeit bereits investiert wurden.
Warum achtet Ihr Vorstand so streng auf die Baulichkeiten?
Dies ist kein Gängelei, sondern das Einhalten rechtlicher Vorschriften. Bauliche Vorschriften gibt es in Deutschland für alle Flächen. Ist ein Grundstück z. B. im Bebauungsplan für Einfamilienhausbebauung ausgewiesen, kann es nur mit Einfamilienhäusern und nicht mit Geschosswohnungsbau oder Gewerbeflächen bebaut werden.

» Ebenso gelten Bauvorschriften im Kleingarten. Kleingärten sind Grünflächen. Nach Bundeskleingartengesetz darf
die Parzelle nur mit einer Laube bis 24 m2 umbauter Fläche bebaut werden. Für einige Lauben gibt es gesetzlichen Bestandsschutz. Dafür ergibt sich der Pachtzins nicht aus Angebot und Nachfrage — wer den höchsten Preis bezahlen kann, erhält einen Garten — sondern ist sozial verträglich an der Nutzungsart „Grünfläche“ festgesetzt.

» Kleingartenflächen sind gepachtetes Land. Der Kreis-, Stadt-, Bezirks-, Regionalverband oder Verein als Zwischenpächter ist als Vertragspartner des Grundstückseigentümers verpflichtet, dafür zu sorgen, dass die baurechtlichen Vorschriften auf den Parzellen eingehalten werden.

» Bevor Sie umbauen, schauen Sie in Ihren Pachtvertrag, die Vereinssatzung, die Gartenordnung — oder besser noch — fragen Sie Ihren Vereinsvorsitzenden. Das spart Frust, Ärger und unnötige Geldausgaben für Baulichkeiten, die später mit neuem Geldaufwand rückgebaut werden müssen.

» Und vergessen sie eines nicht: Jedes schlechte Beispiel in der Anlage findet Nachahmer und führt zu Unfrieden im Verein.

Hier gibt es die Möglichkeit den Beitrag „Bauen im Kleingarten“ als pdf-Datei zu downloaden. Einfach auf das folgende Bild klicken.
14511186556_3ec98bbfc6_m

Kalender
November 2017
M D M D F S S
« Jun    
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
27282930  
Wettervorschau